Wenn Kinder nachts Dinge sehen oder hören
Warum Kinder nachts Angst haben und wie Eltern ihrem Kind Sicherheit geben können
Wenn Kinder nachts Angst bekommen
Viele Eltern kennen diese Situation.
Ein Kind kann abends nicht einschlafen.
Es ruft immer wieder nach den Eltern.
Vielleicht sagt es sogar:
„Da ist jemand im Zimmer.“
„Ich höre etwas.“
„Ich habe Angst.“
Für Eltern kann das sehr verunsichernd sein.
Manche fragen sich, ob das nur Fantasie ist.
Andere sorgen sich, dass etwas nicht stimmt.
Doch nächtliche Ängste sind bei Kindern sehr häufig.
Was nachts im Kopf eines Kindes passiert
Am Abend wird es ruhig.
Das Gehirn verarbeitet die Eindrücke des Tages.
Gefühle, Erlebnisse und Gedanken tauchen noch einmal auf.
Kinder haben eine besonders lebendige Fantasie.
Geräusche, Schatten oder Gedanken können deshalb stärker wirken als am Tag.
Das Nervensystem ist nachts sensibler.
Darum fühlen sich Ängste oft größer an.
Für ein Kind kann das sehr real wirken.
Warum Kinder nachts Dinge sehen oder hören können
Wenn Kinder sagen, sie sehen oder hören etwas, steckt oft Angst oder Unsicherheit dahinter.
Mögliche Gründe können sein:
eine lebhafte Fantasie
ein sensibles Nervensystem
Stress oder Veränderungen im Alltag
Übermüdung
viele Eindrücke am Tag
Gerade zwischen 4 und 10 Jahren erleben viele Kinder Nachtängste.
Das bedeutet nicht, dass etwas falsch ist.
Das Kind versucht nur, seine Gefühle und Eindrücke zu verarbeiten.
Wie Eltern ihrem Kind bei nächtlicher Angst helfen können
1. Gefühle ernst nehmen
Für Kinder fühlt sich Angst sehr real an.
Sätze wie
„Da ist doch nichts“
helfen oft wenig.
Hilfreicher ist ein Satz wie:
„Ich sehe, dass du Angst hast.“
Das zeigt dem Kind, dass es verstanden wird.
2. Sicherheit vermitteln
Kinder brauchen in solchen Momenten Orientierung.
Ein ruhiger Satz kann viel bewirken:
„Ich bin bei dir.“
Diese Sicherheit hilft dem Nervensystem, sich zu beruhigen.
3. Ruhige Abendrituale schaffen
Regelmäßige Rituale geben Kindern Halt.
Zum Beispiel:
- gemeinsam lesen
- eine ruhige Geschichte hören
- über den Tag sprechen
Solche Rituale helfen dem Körper, zur Ruhe zu kommen
4. Über Gefühle sprechen
Am nächsten Tag kann ein ruhiges Gespräch helfen.
Zum Beispiel:
„Was hat dir gestern Abend Angst gemacht?“
Wenn Kinder ihre Gefühle ausdrücken können, verlieren Ängste oft an Stärke.
Wenn Kinder besonders sensibel wahrnehmen
Manche Kinder sind sehr feinfühlig.
Sie spüren Stimmungen stark und nehmen ihre Umgebung intensiver wahr.
Einige Familien erleben auch, dass Kinder über Wahrnehmungen sprechen, die sich nicht sofort erklären lassen.
Oft löst das bei Eltern Unsicherheit oder sogar Angst aus.
Manche Eltern erschrecken mehr über diese Aussagen als die Kinder selbst.
Für die Kinder hingegen fühlt sich das Erlebte meist einfach nur echt an, ohne es zu hinterfragen.
Wenn Eltern das Gefühl haben, dass ihr Kind sehr sensibel oder medial wahrnimmt, kann es hilfreich sein, sich von einer erfahrenen Person begleiten zu lassen.
In solchen Fällen kann ich folgende Fachperson empfehlen:
Franziska Widner
Härzchraft Energiearbeit
Langnau
Fazit
Nächtliche Ängste gehören bei vielen Kindern zur Entwicklung.
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